Aktuelles

Pfr. Sterzik Liebe Gemeinden,

 das Osterfest liegt hinter uns. Ich erinnere mich gut daran, wie schwer es mir manchmal fiel, die Geschichte     der Auferstehung ungetrübt zu erzählen. Angesichts des Krieges, dessen unvorstellbares Ausmaß uns immer    mehr vor Augen kommt, angesichts von drohenden Hungersnöten, von Naturkatastrophen, von immer mehr   Menschen, die vor Krieg, Unterdrückung oder lebensvernichtenden Umständen ihre Heimat verlassen müssen. Wir erleben, wie eine recht stabil wirkende Friedensordnung immer schwächer wird. Das alles berührt uns, beschäftigt uns, verändert uns. Manch einer von uns hat selber Krieg erlebt und die Gefahr, dass alte Wunden wieder aufbrechen ist groß. Wie ein dunkler Schatten liegt sie über uns, die Wolke der Angst, der Ohnmacht und der Verzweiflung. Fast scheint es wie Hohn, dass um uns herum die Natur zu neuem Leben erwacht. Zartes Grün, prächtige Blüten und wärmende Sonnenstrahlen begegnen uns zurzeit überall. Der Frühling zeigt sich von seiner schönsten Seite. Und es blitzen immer wieder Hoffnungsschimmer auf. Hoffnungsschimmer, die uns ermutigen und Kraft schenken. Gott sei Dank! Da sind die vielen unermüdlichen Helfer, die sich um Geflüchtete kümmern. Unwahrscheinlich viele Spenden wurden und werden gesammelt. Menschen stellen ihren Wohnraum zur Verfügung. Kinder schenken den hi​​​​​​​er angekommenen Jungen und Mädchen ihre Spielsac​​​​​​​hen. In vielen Kirchen finden Friedensgebete statt. Das alles sind Zeichen der Nächstenliebe und der Menschlichkeit. Sie spenden Trost und Hoffnung nicht nur denjenigen, welche der Hilfe bedürfen, sondern auch uns. Und sie zeigen, dass wir handeln können. Jede und jeder von uns​​​​​​​ kann auf seine Art und Weise dazu beitragen, die Not ein klein wenig zu mildern. Kraft dafür dürfen wir uns bei Gott holen. Wir dürfen vor ihn bringen, was uns sprachlos macht, was uns schmerzt und am Guten zweifeln lässt. Liebe Gemeinden, ich wünsche uns allen, dass wir auch weiterhin erkennen, wo unsere Hilfe von Nöten ist. ​​​​​​​Und ich hoffe, dass wir nicht resignieren und dass wir festhalten an unserem Vertrauen zu Gott und der Hoffnung auf Frieden.

Bleiben Sie behütet.Baumblüte​​​​​​​​​​​​​​

Herzlichst Ihr Pfarrer Dirk Sterzik​​​​​​​

 

Sprechzeiten im Pfarramt Brücken nach Vereinbarung