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Solange es Menschen gibt, solange gibt es auch Musik. Das älteste bekannte Instrument ist eine Knochenflöte, die auf der schwäbischen Alb gefunden wurde. Sie stammt aus der Steinzeit und ist über 40.000 Jahre alt.

 Da verwundert es nicht, dass auch die biblische Geschichte von Bläserklängen begleitet wird.

Sprichwörtlich geworden sind die „Posaunen von Jericho“, die die Mauern der gut befestigten Stadt zum Einsturz brachten. Das damals verwendete Musikinstrument war das „Schofar“, ein unter Hitzeeinwirkung geformtes Widderhorn, das mit seinem durchdringenden Klang auch heute noch an hohen jüdischen Feiertagen wie dem Neujahrsfest und dem großen Versöhnungstag Verwendung findet.                                                       

  Was für eine Entwicklung: Ein Instrument, das einstmals kriegerischen Zwecken diente, ruft heute die Gemeinde zur Sammlung und zum Gebet. 

Auch im Neuen Testament ist vom „Klang der Posaune“ die Rede. Sie verkündet die Gegenwart des Messias und ruft die Toten zur Auferstehung. Das Instrument, das hier genannt wird, war im alten Griechenland zu Hause und bezeichnete eine „weit hallende Trompete“. 

Ob die Blasmusiker unserer Tage auch Tote zum Leben erwecken können? In jedem Fall werden sie gern gehört: 

 Wie wir alle noch wissen, hat Pfr. Sterzik mit dem Klang seiner Trompete während der Corona-Zeit viele Menschen in unseren Dörfern erfreut und manchen neugierig um die Hausecke schauen lassen. Es ist eben einfach schön und auch tröstlich, in schweren Tagen ein Trompetenständchen zu hören und vielleicht sogar leise mitzusingen.

Im Jahr 1950 wurde der Evangelische Posaunenchor von Sangerhausen gegründet. 

 Das nimmt sich neben der schwäbischen Knochenflöte bescheiden aus, es handelt sich aber immerhin schon um ein Dreivierteljahrhundert. Aus diesem Anlass wird das Landesposaunenfest der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland in diesem Jahr in Sangerhausen zu Gast sein. Angemeldet haben sich ca. 450 Bläserinnen und Bläser aus allen Teilen unserer Landeskirche. Sie freuen sich auf Musik und Austausch, Begegnung und Workshop, Gottesdienst und Konzert, die bezaubernde Altstadt und natürlich auf die letzten Rosenblüten. 

Aber auch wir dürfen uns freuen: Am Sonnabend, 20. September, 18 Uhr, musiziert der große Chor eine Bläserserenade auf dem Sangerhäuser Marktplatz. Ob es dort rote Rosen regnet? An den Bläsern wird es jedenfalls nicht liegen. Sie sollten das nicht verpassen. Nur zwei Stunden später und ein paar Schritte weiter gibt es dann noch ein Konzert:: Um 20 Uhr gasiert das Duo „Fjarill“ in der     Jacobi-kirche.

 Am Sonntag, 21. September, kommt eine Abordnung der Bläser zu uns nach Brücken zum Regionalgottesdienst. Und dann gibt es ab Mittag das große    Finale im Rosarium. 

Es freut sich schon und übt fleißig auf der Posaune

 

 

     Ralf 

   Ihr Pfarrer​​​​​​​

   Ralf Schultz

 

 

Sprechzeiten im Pfarramt Brücken nach Vereinbarung